Nach 25 Jahren als Kameramann habe ich mich jetzt der Fotografie zugewandt, eine bewusste Entscheidung, die mir ermöglicht, das Dokumentarische aus einer neuen Perspektive zu sehen und zu meinen Wurzeln zurückzukehren. Statt Bewegung widme ich mich nun dem Moment, der alles erzählt.
In einer Zeit, in der die Flut an Nachrichten und Bildern alles zu überlagern scheint, suche ich mit meinen Arbeiten das Bleibende. Meine Bilder suchen keine Schlagzeilen. Es sind die hintergründigen Details und Menschen, die oft im Schatten der aktuellen Ereignisse verschwinden. Es sind Augenblicke, die Bleiben – voller Menschlichkeit, die doch eine Relevanz in ihren Auswirkungen zeigen. Sie verbinden Vergangenheit und Zukunft, zeigen die politischen und sozialen Kontexte, die hinter den Schlagzeiten liegen.
Es ist der Mensch, den ich verstehen will, der sich zeigt und doch gleichzeitig verbirgt. Mit meiner Kamera will ich nichts erklären, sondern sichtbar machen – mit Respekt, Offenheit und einem Sinn für das, was Menschen und ihre Geschichten, in ihrer Vielschichtigkeit ausmacht.
